Amnesty International Bezirk Duisburg Oberhausen.de

Impressum | Login

Bezirk Duisburg Oberhausen.de

Was ist auf dem Bild zu sehen?

19.07.2018

Intergeschlechtliche Kinder schützen!

Weltweit werden Schätzungen zufolge 1,7% der Kinder mit Geschlechtsmerkmalen geboren, die nicht den geltenden Normen von männlich oder weiblich entsprechen. Man spricht in diesen Fällen von einer „Variation der Geschlechtsmerkmale“ oder in bestimmten Fällen auch von „intergeschlechtlich“. Diese Kinder werden in Deutschland häufig operiert oder hormonell behandelt, sie zu „normalisieren“ und ihnen ein eindeutig männliches oder weibliches Geschlecht zuzuweisen. Oft liegt weder eine Notfallsituation vor, noch können die sehr jungen Kinder sich selbst dafür oder dagegen entscheiden.

Die unumkehrbaren medizinischen Eingriffe und Behandlungen können zu anhaltenden körperlichen und seelischen Schäden führen. Damit werden die Menschenrechte der Kinder auf Gesundheit, körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung verletzt.

Wir fordern ein Aufschieben der Behandlungen bis die Betroffenen alt genug sind, um aussagekräftig an der Entscheidungsfindung mitzuwirken und ihre informierte Einwilligung zu geben! Zudem wollen wir die Öffentlichkeitüber die Situation von intergeschlechtlichen Menschen in Deutschland aufklären.

Dieses Jahr wollen wir unserer Forderung mit Aktivitäten auf den Christopher Street Days (CSDs) oder Prides sowie rund um den Intersex Awareness Day am 26. Oktober Nachdruck verleihen.

Weiterlesen...

Was ist auf dem Bild zu sehen?

Duisburger Stadtfest Sonntag 22.Juli 2018

3 Bands spielen zugunsten von der Amnesty International Gruppe Duisburg

Weiterlesen...

Was ist auf dem Bild zu sehen?

19.07.2018

Für die Menschenrechte in der Türkei

Unser Kollege Taner Kılıç, Vorstandsvorsitzender der türkischen Amnesty-Sektion, und unsere Kollegin İdil Eser, Direktorin von Amnesty in der Türkei, wurden im Sommer 2017 in der Türkei innerhalb eines Monats inhaftiert – in der über 55-jährigen Geschichte von Amnesty International ein einmaliger Vorgang.

Neun weitere Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler wurden während eines Workshops gemeinsam mit İdil festgenommen, darunter der deutsche Berater Peter Steudtner und Vertreterinnen und Vertreter einiger der prominentesten Menschenrechtsorganisationen des Landes.

Am 25. Oktober 2017 wurden Idil Eser und die anderen Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer für die restliche Dauer des Verfahrens aus der Untersuchungshaft entlassen. Taner Kılıç muss weiterhin in Untersuchungshaft bleiben.

Der Prozess gegen die 11 Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger geht jedoch weiter – obwohl die Vorwürfe gegen sie vollkommen absurd sind. Den Angeklagten drohen nach wie vor bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess wird am 7. November 2018 fortgesetzt.

Die Anklagen gegen Taner Kılıç, İdil Eser und andere Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler sind Teil einer systematischen Kampagne gegen kritische Stimmen in der Türkei, die auch vor den Medien nicht halt macht: Derzeit sitzen in der Türkei mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten in Haft. Seit dem gescheiterten Putschversuch wurden in der Türkei über 170 Medienhäuser geschlossen, Tausende Medienschaffende verloren ihre Arbeit.

Vielen Dank an alle, die unserer Kampagne "Für die Meinungsfreiheit in der Türkei" unterstützt haben! Bei unser aktuellen Kampagne "Mut braucht Schutz" kannst du dich weiter für Taner Kılıç und die "Istanbul 10" einsetzen!

Weiterlesen...

Ältere Beiträge finden Sie in unserem Archiv.